Wasser(Preise) - marsch?

Im September vergangenen Jahrs hatte die Verbandsversammlung des »Wasserverbands Strausberg-Erkner« (WSE) beschlossen, den Verbandsvorsteher zu beauftragen, einen Entwurf über neue Wasserpreise im Einzugsgebiet vorzulegen. Die »Grundpreise« sollten entfallen -- und dafür der Preis des verbrauchten Wassers erhöht werden.
Hintergrund war der Wunsch, den Wasserverbrauch allgemein zu senken: Verbraucher etwa mit großem Garten und Swimmingpool oder solche, die mit Wasser unüberlegt umgehen (häufige Autowäsche!) und so weit überdurchschnittlich Wasser benötigen, sollten auch überdurchschnittlich finanziell belastet werden.

Eine Belieferung von Privatkunden mit täglich 105 Litern sehe der WSE eigentlich noch als akzeptabel an. Tatsächlich läge der aktuell bei 127 Litern pro Tag. Der Bundesdurchschnitt betrage 122 Liter.
Der Entwurf lag nun zur Sitzung des WSE am 24.~Juni~2026 vor. Der Grundpreis (jährlich 94,90~EUR netto) sollte entfallen und der netto Mengen-Preis von 1,10 EUR/m³ auf 2,40 EUR/m³ steigen.

Das hätte dazu geführt, dass unsere Mieter, ohne exorbitantem Verbrauch, etwa ein Einpersonenhaushalt mit durchschnittlichem Wasserverbrauch von 45~m³ im Jahr tatsächlich rund 30,50 EUR weniger zu zahlen hätten.
Anders aber bei einem Haushalt mit zwei Personen: Hier hätten sich Mehrkosten von rund 52,-- EUR ergeben; und bei einem Vierpersonenhaushalt, Eltern mit zwei Kindern, wäre es zu Mehrkosten von rund 145,-- EUR gekommen.

Das konnte so nicht angehen!

Folgerichtig hat die Verbandsversammlung die Umstellung der Wasserkosten auf Wegfall der Grundgebühr bei gleichzeitiger Erhöhung des Wasserpreises aktuell abgelehnt!
Zunächst bleibt also alles beim Alten.
Die weitere Entwicklung ist ungewiss ...